Kennenlernwochenende: Wo sich Halbgare und eine Selbsthilfegruppe beschnuppern

Am 18. Januar bekam das Jahr 2020 eine „frische“ Generation Jugendfeierlinge mit 44 Teilnehmer*innen. Im Otto-Felix-Kanitz-Haus Nürnberg trafen alle erstmals aufeinander, um sich und das Jugendfeierteam kennenzulernen.

Nach der Anmeldung und der Zimmeraufteilung finden sich die Jugendlichen im Aufenthaltsraum für eine Kennenlernrunde zusammen. In der folgenden Stunde kommen sich alle ein bisschen näher. Anschließend verteilen sich die Jugendlichen im gemütlichen Haus. Schnell bilden sich Gruppen und die ersten Werwolf-Spieler*innen sammeln sich auf der Couch.

Zeitgleich werden Billard, Kicker und Tischtennis belegt. Im Speisesaal werden zum Mittagessen feine vegetarische Fladen und Suppe gereicht; denn die JuHus haben den Beschluss gefasst den Fleischverzehr aus ethischen Gründen zu reduzieren.

Universelle Rechte

Nach dem Mittagessen wird zum Einstieg in das Thema Menschenrechte ein Videoclip der JuHus gezeigt. Anschließend geht es mit der U-Bahn zur Straße der Menschrechte. Regine Steib, Vizepräsidentin der Humanistischen Vereinigung, führt durch die Säulen der Straße mit den Menschrechtsartikeln. Quasi spielerischt gilt es, das zugeteilte Recht zu erkennen und die Sprache der Übersetzung zu finden. Schließlich sind Menschenrechte universell gültig.

Danach sortieren wir uns nach bestimmten Kriterien. Alle bekommen eine Rolle mit Alter, Geschlecht, Religion und Nationalität zugeteilt. Während die Karriere- und Entwicklungschancen vorgelesen werden, bewerten wir die Chancen der jeweiligen Rolle. Hierdurch werden die Unterschiede, Vorteile und Benachteiligung in Abhängigkeit von Status, Herkunft und Religion ersichtlich.

Zum Abschluss erläutert Maggie Bernreuther, wie Nürnberg zur Stadt der Menschenrechte wurde und weshalb und wie der Menschenrechtspreis vergeben wird.

Namen finden, Rätsel lösen

Nach der Rückkehr im Haus tauschte sich die Gruppe zunächst über den Besuch aus. Anschließend gilt es Gruppennamen zu finden. Das Rennen machen: „Selbsthilfegruppe“ und „T steht für halbdurchgebraten“.

Viele fleißige Hände und Grillmeister*innen helfen anschließend bei der Zubereitung des Abendessens. Es wird Gemüse geschnibbelt und auf Spieße gesteckt, Feta-Päckchen gepackt und Kräuter-Baguettes zubereitet. Gesättigt verteilen sich die Jugendlichen nach dem Essen zum Helfen in die Küche, oder führen die begonnene Runde Schach fort.

Das Abendprogramm wird bei Cluedo bestritten. Angeleitet von den JuHus wuseln 1,5 Stunden lang 51 Menschen durch das Haus und lösen Rätsel, um den Täter zu entlarven. Dabei ist das Untergeschoss dunkel und im Dachgeschoss sitzt ein unglücklicher Witwer, der die Krone seines verstorbenen Mannes sucht. Nervenaufreibende Zeit vergeht, bis das Rätsel gelöst ist und die Nachtruhe eingeleitet wird.

Am Sonntagvormittag beschäftigen sich Kleingruppen mit der Geschichte des Humanismus von der Antike bis heute. Bei der abschließenden Reflexionsrunde wird das Programm und die Durchführung des Wochenendes von allen gelobt. Das hat Spaß gemacht!